Hätte der Onkel von einem Kunden vielleicht mal nicht so viel selber gemacht, hätten wir nicht kommen müssen und die fehlende N-Ader in der Schalterdose anschliessen müssen.
Selbst dass „hab ich mit einem Stift überprüft, hat Lämpchen geleuchtet“ war nicht zuverlässig, da diese Stifte stets eine Phase (die spannungsführende) „überprüft“. Ob ein N- oder PE-Leiter angeschlossen ist, weiß der Stift nicht und zeigt es auch nicht an.

Ein provisorisch angeschlossener Druckschalter im Wandschrank (Tür auf, Licht an), der in einer Bauhaus-Steckdose mittels flexiblem Kabel angeschlossen war, musste auch erneuert werden, da flexible Leitungen nicht zur Festinstallation erlaubt sind.

Aber zum Glück konnte die Familie auch bei weiteren Arbeiten sparen. Der Onkel kann nämlich auch Fliesen und Laminat legen, tapezieren sowie Strom- und Wasserleitungen verlegen.
Oft macht er ganze Zimmer stück für stück.

„So nebenbei, du verstehen?“

Ping Pong

6. April 2008

Lasst es mich so sagen: In meinem Betrieb gibt es unterschiedliche Gruppen bestehend aus immer 2-3 Personen, die ständig, außer es gibt Zwischenfälle, zusammenarbeiten.
Nun habe ich, neben 2 weiteren Personen, das „Glück“, nicht ständig mit den selben Personen zu arbeiten. Ich springe also zwischen verschiedenen Gruppen hin und her.
Das tut mich, sagen wir es mal geläufig, ankotzen.
Ich bin kein Mensch, der privat Ordnung in den 4 Wänden hält. Aber ich achte auf Beständigkeit. Dazu gehört z.B. mein Auto, das ich so schnell nicht wechsle.
Ich habe kein Problem mit härterer Arbeit, wenn ich von vornherein weiß, was kommt.
Manche würde das „in-den-Tag-leben“ gefallen – mir aber nicht. Und so ertränke ich abends, auch heute wieder, meine „Sorgen“ in Alkohol.

Aber ich weiß, sie können schwimmen.

Nicht sein Niveau

14. Februar 2008

Auf die Frage, wie es ihm denn in unserem Betrieb (Elektroinstallationen/Wasser/Gas) gefalle, antwortete der Praktikant: „Schon ganz ok, es ist nur nicht mein Niveau.“ Auf die Frage, was dem Herrn wohl eher zusagt, antwortete er, dass er am liebsten in dem Bereich Licht- und Tontechnik arbeiten (lernen) würde.
Dafür braucht er aber gute Connections, denn mit seinem Hauptschulabschlusszeugnis allein wird´s wohl nix werden…

Zeitlos problematisch

13. Februar 2008

Es war wieder einmal kurz vor Feierabend. Ein paar Leitungen sollten vom Dach in die relativ kleine Produktionshalle eines Kunden.
Extra für diese Tätigkeit wurde eine fahrbares Gerüst geholt, mit dem man dann einfacher an die Decke kommt, um das Kabel zu holen. Nun musste, um die Kabel an der anderen Seite der Halle herunterzuholen, das Gerüst verschoben werden.
Alles klappte problemlos bis – KNACK! Ein lautes Knacken erfüllte die Halle und jedes Augenpaar war auf uns gerichtet. Auch das von Louis, dem passionierten Geschäftsführer. Oh nein! Nicht er auch noch. Der hatte uns in dieser Lage gefehlt. Es erwischte die „beliebte“ Uhr in der Produktionshalle, übrigens das Einzigste außer den Lampen an der Decke hängende Objekt. Und dass erwischten wir volle Breitseite.
Da Louis sowieso seinen Lieblings-Gabelstabler gerade bediente, zögerte er nicht lange und beschaffte einen Korb. Dieser wurde provisorisch mit 2 Schraubzwingen an den Gabeln festgezogen, da er ja eigentlich nicht für die Beförderung von Personen zugelassen war. Schnell fand sich auch schon ein „Opfer“, dass in den Korb zu der Uhr musste.
Dass die beiden Seiten der Uhr nur eingehängt waren, glaubte er natürlich nicht. Und vorher hing sie sowieso nicht so schief. Also wurde mit einer Zange gebogen, kurz vor dem Abbrechen der Befestigungs-Schrauben. Natürlich konnte es auch das die Uhr nicht gerade machen. Laut den Mitarbeiters war die Uhr schon immer so schief. Er glaubte es natürlich nicht.
Und dann war er weg.
Er erschien kurze Zeit wieder mit einer Schneider-Schere, zwei Klebebändern und einem Lappen. Ein Papierklebeband in weiß und ein Faserband in Grau (ähnlich der Farbe der Uhr). Die Uhr sollte, nachdem sie aufwändig mit dem Lappen gereinigt werden musste, sorgfältig mit Klebeband (weiß oben, 2x) und an den beiden Seiten sowie unten mit dem grauen Faserband zugeklebt werden.
Jetzt hat er den Feierabend immerhin um 45m. hinausgezögert mit seinen Extra-Wünschen. Die Uhr hatte übrigens zu keiner Zeit einen Aussetzer gehabt. Sie funktioniert wie eh und je… 

Aufzugprobleme

30. Januar 2008

Es ging darum, möglichst schnell ein paar Solarpaneele auf das relativ hohe Dach zu bekommen. Mit einer speziellen Konstruktion, mir der man bis zu 13 Paneele gleichzeitig befördern konnte.

Der Aufzug ist aufgebaut wie eine Leiter. Er ist oben „gebogen“ und läuft mit einem Drahtseil, dass unten vom Motor nach oben gezogen wird. Ein ganz normaler Aufzug, wie ihn jeder Maurer hat. So hatte auch unser Maurer so eine Vorrichtung. Statt einen Aufzug von einem Vermieter in der Nähe zu holen, musste eben der Aufzug vom Maurer herhalten.

Das ganze Teil wurde in mühsamer Arbeit 1 1/2 Stunden aufgebaut (zwischendurch musste noch der Maurer nach dem rechten sehen). Der Aufzug steht und ist für einen ersten Probelauf mit Gestell bereit. Plötzlich, aus dem Nichts, tauchte der Kunde auf.

Warum es denn genau neben dem Eingang stehen muss, wollte er wissen, es wäre doch auch so genug Platz drumherum. Er wollte es nicht anders haben, also wurde der Aufzug an einen neuen Platz befördert, ohne ihn abzubauen. Er wurde angehoben und somit an einen anderen Platz an dem Gebäude befördert.

Nun steht er da, im Boden gesichert und Stromleitung über die Firmen-interne Strasse gelegt und wartet darauf, ausprobiert zu werden. Aber wieder kommt was dazwischen. Diesmal der passionierte Senior-Chef, dem das Stromkabel über die Strasse nicht gefällt. Also, Kabel weg und eine andere Steckdose gesucht und gefunden. Jetzt aber schnell das Gestell darauf und losgelegt. Knopf gedrückt – ein kleiner Stoß nach oben – tot. Nach unten geht´s ohne Probleme. Auch ohne Gestell geht es. War das Gestell zu schwer? Zu Kopflastig?

Die Wahre Ursache des Problemes fand sich erst nach 1 Stunde rätseln: Es fehlte eine Rolle, um die gegebene Kraft vom Motor zu Verstärken.

Auch der Maurer besitzt keine Rolle mehr. Angeblich funktionierte so der Aufzug immer.

Jetzt wurde der alte Aufzug wieder abgebaut und schließlich doch der Leihaufzug geholt. Der Funktioniert wenigstens.